Neues Leben hautnah erleben.
Was passiert, wenn Kinder und Jugendliche vier Wochen lang die Entstehung neuen Lebens begleiten dürfen? Genau das entdeckten wir mit dem Projekt „Kükenschlupf“ – konzipiert und begleitet von Alex Groder, der mopäd im Bereich der tiergestützten Pädagogik unterstützt.
Worum geht’s?
Befruchtete Hühnereier werden in einem Brutapparat ausgebrütet und von den Teilnehmer:innen bis zum Schlupf begleitet. Über vier Wochen hinweg – von der Vorbereitung über die Brutphase bis zum Schlupf und der Nachbereitung – übernehmen die Kinder und Jugendlichen (in unserem Fall die der Tages- und Lernbetreuung in Linz) Verantwortung, beobachten die Entwicklung und reflektieren gemeinsam ihre Erfahrungen.
Das Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche von ca. 4 bis 16 Jahren in sozialpädagogischen Einrichtungen und eignet sich besonders für junge Menschen mit Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich sowie geringer Naturerfahrung.
Was steckt dahinter?
Hinter dem Projekt steht eine klare pädagogische Wirkungslogik: Durch tägliche Pflege- und Kontrollaufgaben, begleitete Reflexionsgespräche und gemeinsame Dokumentation im Küken-Tagebuch entstehen kurzfristig gesteigertes Interesse, erste Verantwortungsübernahme und der Aufbau emotionaler Beziehung zu einem Lebewesen.
Mittelfristig zeigen sich Fortschritte bei sozialen Kompetenzen wie Kooperation und Kommunikation, bei Frustrationstoleranz, Geduld und Selbstwirksamkeit. Langfristig geht es um die nachhaltige Verankerung von Verantwortungsbewusstsein, stabilere sozial-emotionale Kompetenzen und eine Sensibilisierung für Natur, Umwelt und Tierethik.
Methodisch setzt das Projekt auf erlebnisorientiertes Lernen, Partizipation, Verantwortungsübertragung und regelmäßige Reflexionsgespräche – begleitet von pädagogischem Fachpersonal, das auf artgerechte Haltung, Stressminimierung und eine gesicherte Weitervermittlung der Küken achtet.
Fazit
„Kükenschlupf“ verbindet Naturerfahrung mit sozialer und emotionaler Entwicklung. Es ist ein Projekt, das zeigt, wie viel Lernen entstehen kann, wenn Kinder aktiv Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen dürfen.
Kontakt:
Unsere Ansprechpartner für dieses Projekt finden Sie auf der folgenden Seite:
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